Journal Dienstag, 21. November 2017 – I remember it well

Mittwoch, 22. November 2017 um 6:48

Ah, die Temperaturen steigen wieder ein wenig: Ich brauchte auf dem Weg zum Langhanteltraining und abens nach Hause keine Handschuhe – wurde an einem immer wieder regnerischen Tag aber auch nicht nass. Langhanteltraining machte Spaß, aber ich war nicht sehr stark; beim Zu-Bett-Gehen spürte ich bereits Muskelkater heraufziehen (der in der Woche zuvor völlig ausgeblieben war).

Abends puderzuckerte ich die Stollen für Italien, dann servierte Herr Kaltmamsell Kürbis und Äpfel aus Ernteanteil als Salat.

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Über die letzten Polio-Opfer, die in den USA noch (fast ganz oder zum Teil) in einer eisernen Lunge leben – und über ihre Probleme, diese letzten Maschinen ihrer Art am Funktionieren zu halten:
“The Last of the Iron Lungs”.

When Lillard was a child, polio was every parent’s worst nightmare. The worst polio outbreak year in US history took place in 1952, a year before Lillard was infected. There were about 58,000 reported cases. Out of all the cases, 21,269 were paralyzed and 3,145 died. “They closed theaters, swimming pools, families would keep their kids away from other kids because of the fear of transmission,” Bruno said.

(…)

In 1955, Americans finally had access to the polio vaccine developed by Jonas Salk. “It was hailed as a medical miracle and the excitement about it was really unparalleled as far as health history in the United States,” Jay Wenger, director of the Bill & Melinda Gates Foundation’s polio-eradication effort told me. “No one who remembers the 1950s, in terms of polio, wants to go back there and be in that situation again.”

(…)

another thing they all had in common is a desire for the next generations to know about them so we’ll realize how fortunate we are to have vaccines. “When children inquire what happened to me, I tell them the nerve wires that tell my muscles what to do were damaged by a virus,” Mona said. “And ask them if they have had their vaccine to prevent this. No one has ever argued with me.”

Ich hatte selbst noch einen Altersgenossen, der wegen einer überstandenen Polio-Erkrankung leicht verkrüppelt war und hinkte. Es fällt mir sehr schwer, sachlich mit Impfleugnern zu diskutieren.

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“Everybody has a voice”: Stattkatze erinnert sich mit jemandem zusammen – aber ganz anders.
“There and back again, just not quite”.

https://youtu.be/sISWPzEqHLQ

die Kaltmamsell

4 Kommentare zu „Journal Dienstag, 21. November 2017 – I remember it well“

  1. Joël meint:

    Danke für den Link über die Polio Opfer.
    Eine gute Freundin mit der ich viele Jahre nach Cannes zu den Filmfestspielen fuhr,(sie verstarb im Frühling) war einer der letzten Fälle von Polio in Luxemburg. Ich habe mehrfach über sie geschrieben.
    Und ich bin völlig ihrer Meinung was das Impfen angeht.

  2. Trulla meint:

    Eine amerikanische Freundin (Altersgenossin Ü 70) hat ein ganzes Lebensjahr ihrer Kindheit in New York, getrennt von ihrer in der Provinz lebenden Familie, in der eisernen Lunge verbringen müssen. Sie konnte danach trotz ihrer schweren Körperbehinderung ein erfolgreiches Leben meistern.
    In den USA war damals noch kein Impfstoff vorhanden, während ich hier in Deutschland bereits als Schulkind geimpft worden bin.
    Dieses Glück hatte einer meiner älteren Kollegen nicht, er war vor der Impfmöglichkeit in der BRD an Polio erkrankt und hat einen einigermassen erträglichen Lähmungsschaden erlitten.

    Ich habe null Verständnis für Impfgegner, kriege die Krise bei deren sogenannten Gegenargumenten. Überhaupt will mir nicht in den Kopf, wieso gerade relativ gebildete Menschen derart irrationale Verhaltensweisen an den Tag legen.
    Als meine Kinder im entsprechenden Alter waren gab es nur sehr vereinzelt Impfgegner in unserem Umfeld. Ich konnte beim besten Willen Freundschaften nicht aufrecht erhalten, bei denen ich z.B. erleben musste, dass das Kind ein 3/4 Jahr nächtelange Erstickungsanfälle durch Keuchhusten durchleiden musste, weil deren Eltern die sogenannte Gefährdung durch die Impfung zu riskant gewesen war. Deren Irrationalität hat sich – wen wunderts – dann später immer weiter in esoterische Bereiche verlaufen.

    Man kann wirklich nicht genug auf die Segnungen der Impfungen hinweisen. Ich bin absolut für Impfpflicht! Es ist nicht nur eine persönliche Sache, es gibt auch so etwas wie Verantwortung für die Gemeinschaft.

  3. stattkatze meint:

    Thank you for the song. Which I had almost forgotten :)

  4. Croco meint:

    Was Menschen ihren Kinder antun können, ist sowas von grausam.
    Eine Keuchhusten, das schadet denen nichts, sagen sie.
    Zu meiner Schulzeit gab es zwei Mitschüler, die so Gestelle an den Beinen hatten, weil es durch Polio kaum Muskulatur gab . Dieses staksige Gehen habe ich immer vor Augen, wenn mir Impfgegner begegnen.

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